1.Männer : Spielbericht
9. Spieltag - 25.10.2025 14:00 Uhr
| SV BW Neustadt | FSV Schleiz | |||
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2 | : | 2 | ![]() |
| (0 | : | 1) | ||
Aufstellung
| R. Engler | |||
| E. Walther | B. Grimm | ||
| J. Walther | |||
| P. Wittwer (71' J. Wahl) |
T. Mohorn | ||
| M. Engler | H. Kühnel (62' F. Wietasch) |
||
| T. GrauC | S. Simon | ||
| M. Paul | |||
Spielstatistik
Tore
Josia-Levi Walther, Robin-Lee EnglerGelbe Karten
Steven Simon, Elia WaltherZuschauer
473Torfolge
| 0:1 (13') | FSV Schleiz |
| 0:2 (65') | FSV Schleiz (Eigentor) |
| 1:2 (70') | Robin-Lee Engler |
| 2:2 (79') | Josia-Levi Walther |
+++ 9. Spieltag 11teamsports Thüringenliga +++
Spielbericht 9.Spieltag 11teamsports Thüringenliga
Blau-Weiß ’90 Neustadt (Orla)- FSV Schleiz
Halbzeit 0:1, Endstand 2:2
Blau-Weiß‘90 zeigt Charakter und kommt nach 0:2 zurück ins Spiel
Das Spiel wurde präsentiert von der Firma „Oberland Metallbau & Bauschlosserei Gmbh“
Samstag war Derbyzeit im Saale Orla Kreis. Im prestigeträchtigsten Duell kamen die Kreisstädter mit breiter Brust an die Orla. 4 der letzten 5 Spiele konnten siegreich beendet werden. In der aktuellen Formtabelle dribbelte der Zweite beim Dritten auf. Trainer Jürgen Walther hatte sein Team auf körperlich präsente Schleizer eingestellt, denen man durch Tempo und Geschwindigkeit entgehen wollte.
Die ersten schnellen Gegenstöße kamen dann auch auf das Konto der Hausherren.
Erst geht nach zwei aufeinanderfolgenden Ecken Steven Simon am zweiten Pfosten leer aus (4.), dann wird Bernhard Grimm mit einem langen geschickt, aber die Feineinstellung war noch nicht justiert, so dass sein Versuch knapp über den Querbalken geht (8.). Blau- Weiß war gut im Spiel und beschäftigt die Schleizer, aber die sind effektiv und machen mit dem ersten Versuch das erste Tor.
Der Freistoß von der rechten Seite findet den Kopf von Tim Schulz, der noch abgefälscht im kurzen Eck einschlägt (0:1, 13.). Aber von diesem Rückstand ließen sich die Orlastädter nicht beeindrucken und spielten weiter mutig, aber zunächst glücklos in Richtung Schleizer Gehäuse. Erst rutscht eine gedachte Flanke Torhüter Groh durch die Finger, aber auch über den Querbalken (26.). Mit der nächsten Möglichkeit bringt Elia Walther den Freistoß vor das Schleizer Gehäuse, wo Bernhard Grimm per Kopf ins Schleizer Tor trifft, aber die Linie eine Abseitsstellung von Steven Simon heranzog und der Treffer nicht akzeptiert wurde (31.). Glück für die Rennstädter, dass der Ausgleich nicht gezählt hat.
Der Exschleizer Hannes Kühnel setzt Robin Lee Engler in Szene, der den Ball auf die Latte setzt (42.).
Elia Walther schickt Bernhard Grimm, der nochmal Maß nimmt, aber Torhüter Groh hält mit einer starken Parade die Schleizer Führung fest (45.).
So geht es mit der knappen Führung der Gäste in die Pause.
Mit Wiederbeginn kamen die Gäste aus dem Oberland besser aus den Kabinen, ohne aber zwingende Torchancen zu kreieren. Es dauert bis zur 61. Minute, als Pohl die Möglichkeit zum Ausbau der Führung hat, aber Maximilian Paul mit einer starken Reaktion den Ball an den Pfosten lenkt.
Erneut muss ein Standard herhalten und Pätz bringt das Spielgerät in den Neustädter Strafraum und der Abwehrversuch von Peter Wittwer landet im eigenen Netz, da war er dann doch der Ausbau der Schleizer Führung (0:2, 65.).
Der Neustädter Rückstand bedeutet aber keinesfalls die Entscheidung der Partie. Es war der Weckruf für die zweite Hälfte.
Der inzwischen eingewechselte Jonas Wahl bekommt im Zusammenspiel mit Elia Walther die Gelegenheit, aber Groh ist im kurzen Eck und lenkt den Ball noch an den Pfosten (69.). Blau-Weiß setzt die Gäste weiter unter Druck. Der Ball wird nach einem Eckball zu kurz abgewehrt und Robin Lee Engler hämmert den Ball aus dem Rückraum durch Mann und Maus ins Schleizer Tor, der Anschlusstreffer (1:2, 71.).
Der Druck wird weiter erhöht, aber sowohl Jonas Wahl (76.), als auch erneut Robin Lee Engler (78.) treffen nicht.
Josia Walther mach das dann kurz darauf erfolgreicher, setzt sich trotz Umklammerung durch und spitzelt den Ball auch noch durch die Beine von Keeper Groh und hat dann freie Bahn zum umjubelten Ausgleich (2:2, 79.).
Blau-Weiß‘90 wollte nun mehr und drückte die Rennstädter in ihre Hälfte, aber mit Glück, Einsatz und Willen wurde alle Versuche wegverteidigt, so dass es am Ende keinen Sieger im Derby gab. Die 473 Zuschauer im Sportpark sahen ein gutes Verbandsligaspiel, dass von der Spannung und rassigen Zweikämpfen auf dem Platz lebte.
Am nächsten Spieltag geht es Dan am Sonntag an den Rand der Landeshauptstadt zum Aufsteiger und Namensvetter Blau-Weiß Büssleben. Adiv
Stimmen zum Spiel:
Frank Gerisch (ehemaliger Neustädter Fußballer und jetzt ehemaliger Spieler des Rennstadtverein):
„Als Nichtaktiver und Zuschauer war es ein Derby mit vielen Emotionen, vielen Zweikämpfen. Unter dem Strich muss man als Schleizer natürlich sagen, spielen die Neustädter immer eine technisch feine Klinge. Wir haben natürlich das in die Waagschale, was wir als Schleizer immer mitbringen, Kampf, Leidenschaft und Emotionen. Mit dem 2:2 können wir aus Schleizer Sicht auch zufrieden sein. Für die Zuschauer war es ein Super Derby. Ich hätte mir von den Ansetzern eine Schiedsrichterin oder Schiedsrichter gewünscht, der erfahrener im SOK ist, mit solchen Derbys. Gerade als Zuschauer hatte man das Gefühl, das ihr das aus den Händen geglitten ist. Es waren hüben und drüben fragwürdige Entscheidungen.“
Roger Fritzsch (Trainer FSV Schleiz):
„Dies war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung. Wir gehen dann etwas glücklich in Führung, haben dann in der zweiten Halbzeit mehr vorgenommen und waren besser im Spiel. Das 2:0 hat sich dann schon angebahnt. Es war wieder ein Standard. Das Ergebnis geht völlig in Ordnung. Neustadt war die bessere Mannschaft, das Ergebnis hat aber für mich einen bitteren Beigeschmack.“
Jürgen Walther (Trainer Neustadt/ Orla):
„Wir haben die zweite Halbzeit verschlafen, wo wir 1:0 hinten liegen und gut 20 Minuten nach vorn nichts entwickelt haben. Nichtsdestotrotz haben wir dann wieder unsere Positionen belaufen, standen nicht nur. Kriegst dann durch 2 Chancen vom Gegner das 2:0 und das ist dann das, was wir immer wieder zu Gute zu halten, dass wir wieder kommen. Wir haben es dann noch einmal erzwungen, weil wir wieder Fußball gespielt haben, wieder mutiger geworden sind und deshalb auch ein absolut verdienter Punkt. Und ich sehe das auch absolut nicht negativ dieses Ergebnis. Wir kamen zurück, haben das 2:2 ertrotzt, erkämpfen uns den Punkt, haben sogar noch die Möglichkeit zum Siegtreffer, moralisch und charakterlich absolut geil.“


