A-Junioren : Spielbericht
21. Spieltag - 31.05.2026 10:30 Uhr
| SV Jena-Zwätzen | SV BW Neustadt | |||
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5 | : | 0 | ![]() |
| (4 | : | 0) | ||
Aufstellung
| N. Neubauer | |||
| F. Fuchs | N. Brünner | ||
| T. Risch | |||
| L. Krawczyk | M. Matterne | ||
| W. Greiling | |||
| A. Kuschik | M. Keller | ||
| R. Brünner (37' L. Ulrich) |
|||
| J. NaterC | |||
Spielstatistik
Gelbe Karten
Louis KrawczykTorfolge
| 1:0 (2') | SV Jena-Zwätzen |
| 2:0 (4') | SV Jena-Zwätzen |
| 3:0 (9') | SV Jena-Zwätzen |
| 4:0 (37') | SV Jena-Zwätzen |
| 5:0 (71') | SV Jena-Zwätzen |
Blitz-K.o. in Jena: Blau-Weiß verschläft den Anpfiff
Die Hoffnung auf einen positiven Saisonabschluss erhält beim SV Blau-Weiß 90 Neustadt/Orla zunehmend Risse. Am vorletzten Spieltag der A-Junioren-Verbandsliga setzte es beim SV Jena-Zwätzen eine deutliche 0:5-Niederlage – und die war bereits nach nicht einmal zehn Minuten praktisch besiegelt.
Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als günstig. Durch das parallel stattfindende Spiel der B-Junioren musste Neustadt personell erneut improvisieren. Als kurz vor der Abfahrt auch noch Collin Schröter verletzungsbedingt passen musste, rückte mit Nino Brünner kurzfristig ein B-Junior in den Kader. Der Nachwuchsspieler zeigte bei seinem Debüt in der A-Junioren-Verbandsliga eine engagierte Leistung und gehörte damit zu den wenigen Lichtblicken eines ansonsten ernüchternden Nachmittags.
Albtraumstart unter Gewitterwolken
Wer in Jena auf einen mutigen Auftritt der Gäste gehofft hatte, wurde schnell enttäuscht. Bereits nach zwei Minuten lag Blau-Weiß mit 0:1 zurück. Das 0:2 folgte in der 4. Minute, ehe Jena nach neun Minuten sogar auf 3:0 erhöhte. Drei Gegentore in der Anfangsphase – mehr Einladung als Widerstand.
Passend dazu hingen dunkle Gewitterwolken über dem Sportplatz in Jena. Symbolischer hätte die Kulisse kaum sein können. Neustadt wirkte in den ersten Minuten körperlich wie gedanklich einen Schritt zu spät, verlor entscheidende Zweikämpfe und ließ jegliche Kompaktheit vermissen. Wer nach dem frühen Rückstand auf eine Reaktion wartete, musste feststellen, dass die Gastgeber weiter die Richtung vorgaben.
Verletzungspech verschärft die Probleme
Nach zwanzig Minuten musste Blau-Weiß erstmals wechseln. Für den angeschlagenen Willi Greiling kam Lukas Ullrich zu seinem erst dritten Saisoneinsatz. Die ohnehin angespannte Personallage wurde wenig später weiter belastet.
Das 4:0 für Jena fiel nach einer Standardsituation, der aus Neustädter Sicht ein klares Foulspiel vorausgegangen war. Die Diskussion über die Schiedsrichterentscheidung änderte allerdings nichts am Spielstand. Schwerer wog ohnehin die nächste personelle Hiobsbotschaft: Romeo Brünner konnte verletzungsbedingt nicht weiterspielen. Aufgrund der ohnehin dünnen Personaldecke musste Greiling wieder zurück auf den Platz.
Spätestens zu diesem Zeitpunkt ging es für die Gäste weniger um eine Aufholjagd als um Schadensbegrenzung.
Zweite Halbzeit zeigt ein anderes Gesicht
In der Halbzeitpause wurden intern deutliche Worte gefunden. Die Verantwortlichen erinnerten ihre Mannschaft an jene Grundtugenden, die zuletzt mehrfach den Unterschied zwischen ordentlichen und enttäuschenden Auftritten ausgemacht hatten: Laufbereitschaft, Zweikampfhärte und gegenseitige Unterstützung.
Und tatsächlich zeigte Neustadt nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht. Das Spiel gestaltete sich deutlich ausgeglichener. Während Jena weiterhin die gefährlichere Mannschaft blieb und zu mehr Abschlüssen kam, gelang es Blau-Weiß nun zumindest, längere Ballbesitzphasen zu erzeugen und die Partie phasenweise offen zu gestalten.
Gerade dieser zweite Durchgang macht die Niederlage gleichzeitig etwas ärgerlich. Denn er zeigte, dass die Mannschaft durchaus in der Lage gewesen wäre, dem Tabellengegner Paroli zu bieten – wenn sie denn vom Anpfiff an auf dem Platz gewesen wäre.
Den Schlusspunkt setzte dennoch erneut Jena. In der 71. Minute fiel das 5:0 und damit auch die endgültige Entscheidung.
Das Zwischenhoch ist verpufft
Die Niederlage ist verdient, auch wenn das Ergebnis durch den katastrophalen Beginn seinen Verlauf früh vorzeichnete. Viel schwerer wiegt jedoch die Entwicklung der vergangenen Wochen. Nach einer Phase, in der sich die Mannschaft stabilisiert und wichtige Punkte gesammelt hatte, befindet sich Blau-Weiß wieder im Sinkflug.
Die Bilanz der letzten drei Partien spricht eine deutliche Sprache: null erzielte Tore, 13 Gegentreffer. Während die Defensive zuletzt immer wieder einfache Gegentore zulässt, fehlt offensiv aktuell die Durchschlagskraft, um Rückschläge aufzufangen. Die zwischenzeitliche Euphorie eines gelungenen Frühjahrs ist damit vorerst verflogen.
Dennoch bietet der letzte Spieltag noch die Möglichkeit, ein anderes Bild zu hinterlassen. Im abschließenden Heimspiel geht es nicht mehr um Tabellenkonstellationen oder große Ziele. Es geht darum, Charakter zu zeigen, die Saison mit Haltung zu beenden und den eigenen Zuschauern noch einmal zu beweisen, dass die Mannschaft mehr kann als das, was sie in den vergangenen Wochen auf den Platz gebracht hat.
Die letzte Trainingswoche der Saison dürfte daher weniger von Taktik geprägt sein als von einer Frage: Wie möchte sich diese Mannschaft in Erinnerung behalten?

